30. Juni 2016

Richtfest Kunsthalle Mannheim 1. Juli 2016

Um 12.00 Uhr beginnt das Richtfest in Mannheim am Friedrichsplatz.

Für die BI stellen sich nach wie vor die ungeklärten Fragen:


Warum muss man in Mannheim ein intaktes Gebäude abreissen, um an exakt gleicher Stelle ein Neubau mit gleicher Funktion zu errichten? 
(BI: Ein Neubau an anderer Stelle hätte einen Zuwachs an Ausstellungs- und Kunst-Lagerfläche gebracht. Baufläche gegenüber des Haupteingangs ist vorhanden!)

Warum durfte die Öffentlichkeit das Entscheidungs-Protokoll nach dem Architektenwettbewerb nicht einsehen?
(BI: Es gab 3 erste Preise. Was ist der Grund diese Entscheidung für GMP geheim zu fällen und darüber keine Rechenschaft abzulegen?)

Warum muss man die Innenstadt baulich verdichten? Grünflächen und öffentlichen Skulpturenpark beseitigen? Kunst im öffentlichen Raum wird entzogen und mit Eintrittspreis belegt? Ein interessantes Stadtviertel optisch mit einem Neubau abriegeln? 
(BI: Wo parken die Kunsthallenbesucher? Wenn neue Ausstellungen Besucher in Massen anziehen sollen, braucht man Parkfläche für Pkw und Busse. Anderenorts in Mannheim gibt es Konversionsflächen, für die man Ideenwettbewerbe ausruft, wozu ein freies Gelände genutzt werden soll.) 

Was kostet den Bürger der Transport, die fachgerechte Um- und Einlagerung der Mannheimer Kunstwerke während der Bauzeit? Was kosten Versicherung und Bewachung, Rücktransport?
(BI: Mit Erhalt des Abrissgebäudes (Mitzlaffbau) wären diese Kosten nicht angefallen. Von dieser Lagerstelle hätte man den vorgeschlagenen Neubau gegenüber der Kirche fußläufig bestücken können.)

Welche zusätzlichen Kosten wurden durch den Abriss der ehemaligen Erweiterungshalle der Kunsthalle verursacht?
(BI: Umzug Theater aus dem Bau am Friedrichsplatz nach N1? Umbaukosten N1? Welche Kosten des Theaters mussten übernommen werden? Verbleib und Erweiterung am alten Standort wäre kostengünstiger gewesen.)


Decken die 50 Mio. €  Spendergeld, das dieses Großprojekt überhaupt erst auslöste, überhaupt unterm Strich die Kosten?
(BI: Hier eine Milchmännerrechnung ?)


29. Juni 2016 - Anfrage der deutschen Presseagentur (dpa):
 "Ja, gibt es denn diese Bürgerinitiative überhaupt noch?"
(BI: Ja. Es gibt einen harten, honorigen Kern, der das Projekt dokumentarisch begleiten wird. Künftige Generationen sollen nachvollziehen können, was hier und warum es schief gelaufen ist. Selbstverständlich prophezeien wir sogar einen hochlobenden Architektenpreis für diesen Neubau. Obwohl er so wie in der Wettbewerbsausschreibung vorgegeben, weder in die Jugendstil-Landschaft am Friedrichsplatz passt, noch einen Problemlöser in der Handhabung darstellt.)

"Und sind denn zum Richtfest Proteste geplant?"
(BI: Nein, wir wollen beim Häppchenessen und Sektempfang nicht stören, noch nicht einmal etwas davon abhaben. Feiert Euch und Eure Idee, der Bürger zahlt das. Wir sind da großzügig. Und lieben repräsentative demokratische Entscheidungen.) 

BI Exit?
(BI: Der Drache schläft.)

 

9. Oktober 2015

Kunstmuseen: zu viel, zu groß, zu teuer ...

Liebe K-Skeptiker,
hier ein hörenswerter Beitrag vom SWR2:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/der-streit-um-die-deutschen-kunstmuseen-zu-viel-zu-gross-zu-teuer/-/id=660214/did=16281552/nid=660214/1u8kt2m/index.html

Für Mannheim stellen sich folgende Fragen:

Was kostet die Zwischenlagerung der Mannheimer Sammlung nach dem Stand der derzeitigen logistischen Technik und versicherungstechnischen Anforderungen für Kunst während der Bauzeit?

Was kostet die Lagerung von nicht ausgestellten Kunst-Leihgaben?
Benutzen Kunstliebhaber und Kunstsammler die Museen als billiges Kunstdepot?
Wie tragen die Eigentümer zu den Lagerung- und Verwaltungskosten bei?
Reduziert sich ihr Anteil über die Jahre hinweg auf die Abschöpfung des Wertzuwachses?

Ist das neue Mannheimer Museumskonzept zukunftsfähig?
Ein Sponsor macht mit einer Spende von 50 Mio.€ eine Anschubfinanzierung. Rest- und Betriebskosten werden demokratisiert, d.h. die Bürger legen die restlichen Baukosten drauf. Betriebs- und Personalkostenzuwachs open end.

Ist das Mitspielen in der internationalen Liga der Kunst-Museen für Mannheim finanzierbar?
Die großen angekündigten Ausstellungen werden es schwer haben durch die Eintrittsgelder wenigstens die Logistik- und Personalkosten einzuspielen, während die Mannheimer Sammlung im Depot verschwindet und nicht mehr zu sehen sein wird. Oder können Sie vielleicht die Werke der Mannheimer Sammlung in digitaler Form im Internet ansehen? Ist ein Hingeh- und Kuck-Museum überhaupt noch zeitgemäß?

Siehe auch Beitrag: Museum digital

6. Oktober 2015

Die Kunsthalle braucht mehr Geld ...

Die Kunsthalle jammert: Artikel Mannheimer Morgen vom 2.10.2015

Einer der Gründe für den Abriss des Mitzlaffbaus waren die zu hohen Betriebskosten und eine fehlende Klimaanlage. "Schon zu den Erbauungszeiten waren die Betriebskosten des Mitzlaffbaus eine Katastrophe." Man hat damals die Leerschächte für die künftige Klimaanlage bereits eingebaut, aber nie genutzt, weil das Geld zu knapp war.
Und jetzt entsteht mit dem Neubau wieder eine Betriebskosten-Katastrophe? (http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/kunsthalle-braucht-mehr-geld-1.2455156)

Kein energetisch sinnvoll geplantes Gebäude? Keine Einsparung mit zeitgemäßer Dämmung von Neubauten? Keine Stromkostenreduzierung aufgrund von großflächigen Photovoltaikelementen?  Lt. Architekt sollen die außenliegenden grauen Sichtbetonwände ungedämmt bleiben. "Ein schöner Grauton." 1,20 m vor dem Beton steht die Metallfassade, die bestimmt durch seine Materialeigenschaften und Luftdurchlässigkeit der Metallgitterfassade wohl ein Novum in Sachen Dämm-Material sein muss. Klotzen kostet Geld. Diese Weisheit kann man jedem Projekt bereits bei der Planung zu Grunde legen. Das Gejammere der Kunsthalle wegen der Mehrkosten ist unverständlich, weil die Kostensteigerung absehbar war. Eine vorausschauende Betriebskostenberechnung kann ein international besetztes Architekten-Preisgericht natürlich nicht als Maßstab für die Bewertung anlegen. Wenn man als Museum internationale Strahlkraft wünscht, darf man nicht wegen der Kosten jammern. "Mannheim ist eine reiche Stadt." Oder stimmt diese Aussage von OB Peter Kurz etwa doch nicht?

11. August 2015

Mannheims schönste Baulücke wird verbaut ....

Am Friedrichsplatz steht jetzt das über 60.000 € - Muster der neuen Metallvorhang-Fassade. Die versprochenen Eigenschaften lassen sich in Natura nicht nachvollziehen.


Das haushohe Metallgitter als Bestandteil des Floating Windows Kunstwerks von James Turell wurde mit dem Gebäudeabriss im Herbst 2014 entfernt.

Die bereits in Mannheim an der Kunsthalle vorhandene Metallvorhangfassade wurde von den Architekten nochmals neu erfunden und während der Präsentation als eigene Idee und  "Weltneuheit" vorgestellt.

24. Juli 2015

Leider konnte der Abriss des Mitzlaffbau am gekennzeichnet Standort am Friedrichsplatz in Mannheim nicht verhindert werden. Der Neubau wird durch seine überproportionale Größe und Aussehen mit Metallfassade den Mannheimer Friedrichsplatz und die Jugendstilanlage nachhaltig negativ beeinflussen.


















Bereits in der Planungsphase haben 15 namhafte Mannheimer Architekten im Jahr 2012 gegen das Bauvorhaben schriftlich protestiert. Vergebens.

4. Januar 2015

Jahresrückblick 2014

Einen Jahresrückblick 2014 von Niels Gormsen zu den Neubauaktivitäten in Mannheim lesen Sie hier.
  – Ein verantwortungsloser Abriss im Herzen der Stadt. – Ein Neubau, der den Platz verschandelt. – Ein Bauamt im Technisches Rathaus merkt nicht, dass das Gebäude in dem die Bau-Fachleute residieren abbruchreif wird. Oder gemacht wird?

Wem wird das Gelände für 1,- € zugeschlagen, damit wieder der dringende Wohnbedarf errichtet werden kann? ("Uns fehlt Wohnraum im Luxussegment", so OB Kurz.) Mannheim schreit laut JA bei der Flüchtilingsfürsorge. Aber der Wohnraum in der Benjamin-Franklin-Village steht leer. Prognose Abriss? Für eine verdichtete Wohnbebauung? Schöne Aussichten .....