20. Juni 2013

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An das Leserforum des Mannheimer Morgen
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-----------------------------------------------------------------------------von Brigitte Richter, 20.6.2013

Kunsthallenneubau – am Bürger vorbei…

Das Projekt Kunsthallenneubau nimmt konkretere Formen an, doch leider ganz am Bürger vorbei! Mir ist bekannt, dass der Gemeinderatsbeschluss ein demokratischer Akt und somit zu respektieren ist, ich frage mich aber, wie es sich verhält, wenn 2/3 der Bürger eine andere Meinung haben? Sollte man nicht den Bürgerwunsch ebenso respektieren und darauf reagieren? Ist es die großzügige Hectorspende wert, dass wir uns unseren Friedrichsplatz verschandeln lassen? Herr Hector hat den Ort nicht vorgegeben!
Sollen sich 2/3 der Mannheimer dem Wunsch der Verantwortlichen der Stadt und einer, meiner Meinung nach, sehr ehrgeizigen und profilierungssüchtigen Kunsthallendirektorin beugen, die von außerhalb kommt und die Mannheimer Seele sicher nicht versteht? Die sich auf ein Projekt einlässt, ohne dass die Kosten voll gedeckt sind – bei unserer Finanzlage?
Ich denke, diese Entscheidung geht am Bürger vorbei…

Kommentare:

  1. Egal ob die Forschungsgruppe Wahlen 5% oder 75% Gegener misst. Es geht um eine langfristig sinnvolle architektonische Lösung, die die Masse der Nichtfachleute und Politiker nicht so einfach beurteilen kann. In gmps Debakel-Hauptstadt werden sogar historische Baustile wiederbelebt. Die andere Seite ist natürlich die Finanzierung. Es ist möglich, im ersten Schritt genug Stimmen zu sammeln: Einfach mindestens zwei Menschen überzeugen, zwei weitere Menschen zu überzeugen, für die Rettung des Friedrichplatzes zu stimmen. Noch haben wir die Wahl. Countdown läuft ...

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  2. Ich glaube das Urteilsvermögen der Nichtfachleute ist gar nicht so übel. Es geht ja nicht um Geschmacksfragen. Es geht um Zahlen.
    Mannheims Schuldenberg hat längst die Milliardenhöhe überschritten.
    Das Wirtschaftlichkeitsgebot aus unserer Landesverfassung wird nicht befolgt. Die Haushaltslage und der milliardenschwere Instandhaltungsrückstau erlaubt solche PrestigeProjekte nicht. Die Kunsthalle wurde 1983 gebaut. Abriss nach 30 Jahren? Hallo! Hier wird öffentliches Vermögen in zweistelliger Millionenhöhe plattgemacht.

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  3. In Neubaugebieten sieht man, wie übel es mit dem Urteilsvermögen der Masse bestellt ist. Dies bestätigen auch die spärlichen Gegenstimmen. In erster Linie geht es (Frau Richter) wohl um den Erhalt der optischen Einheit des Friedrichsplatzes, nicht um Zahlen. Dass immer schon Gelder verschwendet wurden, lässt sich beklagen (siehe Berlin), aber nur verhindern, wenn die Verantwortlichen vertraglich für Mehrausgaben haften. 50 Millionen reichen Mannheim nicht aus. Aus Sicht der Abriss-Verantwortlichen ist der Mitzlaff-Anbau wohl nicht sehr viel wert. Weder architektonisch noch finanziell.

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  4. Es ist schon erstaunlich, dass auf der einen Seite die Investoren der Prinz-Ruine sich freuen, dass der Rohbau schon fast steht, während die Stadt Mannheim uns vormacht, dass ein Abriss und Neubau eines intakten Gebäudes wie dem Mitzlaff-Bau billiger sein soll, als die Sanierung des Daches. Unglaublich!

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  5. http://www.dezeen.com/tag/henning-larsen-architects/

    Da sind wenigsten Ideen nachzuempfinden. Aber das gmp-Ding? Welcher Praktikant hat das denn gemacht? Dann noch die Frage: Welches Semester ?

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