Umwelt

...... und Nachhaltigkeit.
Die bestehenden Baumreihen rechts und links, verleihen dem derzeitigen Bau und dem gesamten Ensemble eine gewisse Atmosphäre und Würde.
Nach dem Entwurf von gmp sollen mit dem Museumsneubau die Baumreihen rechts und links des Mitzlaff-Baus wegfallen, da die Gebäudeabmessungen einen Fortbestand nicht mehr zulassen.
Der Abriss des Mitzlaffbau muss verhindert werden.

Freiflächen im Stadtkern müssen erhalten werden. Die erhebliche Verdichtung der Bebauung durch den Kunsthallenneubau muss verhindert werden.

Stellen Sie sich vor:  ab der Position der Bäume beginnt die neue Gitter-Fassade.

Gibt es einen Schutz vor optischer Umweltverschmutzung? 

Mannheim ist auf
Platz 12 von 14 Städten in Deutschland, bezügl. der Zahl der Einwohner pro Baum angeht.
In Mannheim sind es ca. 20 Bäume auf 1000 Einwohner, in Berlin 120, in Heilbronn fast 200
Bäume auf 1000 Einwohner!

Kommentare:

  1. Hier ein kleines Plädoyer für den Erhalt des Mitzlaff-Baus:
    „Umdenken/ Die Kunst des Alt-Neu“, von Kristina v. Kloth ist ein Bericht aus der Zeitschrift mobil 10.2012. über den deutschen Beitrag für die 13. Architektur-Biennale in Venedig in 2012. Nach dem Motto „Reduce, Reuse, Recycle“ (Vermeiden, Wiederverwenden, Verwerten) gingen die Architekten bei den 16 vorgestellten Projekten stets vom Gebäudebestand aus: Die originellsten Lösungen ergaben sich durch möglichst geringe Eingriffe. Dabei erweist sich das Recycling - entgegen der landläufigen Annahme - als die energieaufwändigste der drei Möglichkeiten, nachhaltig zu wirtschaften.
    Was oft gegen den Erhalt von Gebäudesubstanz ins Feld geführt wird, sind die hohen Umbaukosten. „Dies liegt aber vor allem daran, dass die graue Energie nicht in die Kalkulation mit einfließt“, argumentiert Architekt Andreas Hild, München. Als graue Energie bezeichnet man den energetischen Aufwand, der zur Herstellung von Bauteilen nötig ist und in den Gebäuden gespeichert bleibt.
    Das Gros der Energie, die in einem Bauteil steckt, wird bereits bei der Herstellung des Zements verbraucht. Die Zementherstellung gehört zu den größten Verursachern von CO2.
    Dass die graue Energie bis heute nicht in den energetischen Vergleich von Altbauten und Ersatzneubauten mit einfließt, hält Muck Petzet, Kurator des deutschen Beitrags, angesichts der angestrebten Energiewende für absurd: „Die Existenz der grauen Energie ist ein gewichtiges Argument für den Erhalt und Umbau von Gebäuden“.

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  2. Zum Thema Umweltschutz fehlt aber noch der Hinweis, dass der Billing Bau gerade komplett saniert wurde und er ein Vorzeigeprojekt des Bundes ist. In Sachen energetischer Sanierung ist es bundesweit das größte Projekt dieser Art. Oder gibt es da von Seiten der Initiative auch schon wieder irgendwelche Verschwörungstheorien?

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    1. An "Anonym"_06.07.13, 16:02
      Diese Plattform lebt auch von Beiträgen wie Ihrem, entwickelt sich noch hoffentlich, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sobald Sie sich nicht konkret zu einer bestimmten Aussage aus den vorhandenen Beiträgen beziehen, kann ich leider auch nur allgemein bemerken, dass die eben versuchte Diskussion keinen Anspruch hat, eine Theorie zu sein.
      Die eben abgeschlossene Sanierung des Billing-Baus sollte natürlich alle Bürger interessieren, nicht nur die BI. Besonders wichtig ist dabei für die BI, dass das Umfeld dieses Denkmals nicht verunstaltet, ja zerstört wird. Durch die geplanten Quader im Quader - total fehl am (Friederichs-)Platz würde der schöne Billing-Bau vom Wasserturm aus unsichtbar werden - für Fußgänger, nicht für Vögel...Außerdem machen wir uns auch Sorgen um den frisch herausgeputzten Bau während der geplanten jahrelangen Abriss- und Bauarbeiten. Stellen Sie sich einfach vor: durch unseren Vorschlag würde der Billing-Bau einen geradezu auf seinen Haupteingang führenden Weg erhalten.
      Zum hier angeklickten Thema Naturschutz: wir können bloß hoffen, dass die zahlreichen Linden, welche die seitlichen Wege und den Park säumen, nicht plötzlich verschwinden werden. Offizielle Aussagen dazu gibt es nicht, das gmp-Team stellt in seinem Modell und Entwurf nur im Bereich des Billing-Baus einige Bäume dar.
      Für nähere Infos sind wir jederzeit dankbar.

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    2. Wir freuen uns auf das Grand Opening der historischen Kunsthalle Mannheim am 18.10.2013 und sind sehr gespannt das altbekannte Gebäude nach der Sanierung wiederzuentdecken.

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    3. Liebe/r Anonymus - zumindest ich habe eine klare Meinung zur Sanierung des Billingbaues: Energetisch saniert - allerdings ohne Nachhaltigkeitcharakter und das zu grotesk hohen Kosten.
      Die Sanierung des Billingbaus verschlang 22,X Mio € - geplante Einsparung in puncto Energiekosten: 2,3 Mio in 20 !!! Jahren (städtische Angaben)
      Hierzu wurde modernste Sensor- und Regelungstechnik verbaut - über die Standzeit der Elektronik sowie die folgenden Aussgaben für Instandhaltung und Wartung können bisher keinerlei Angaben gemacht werden. Wr in den letzten jahren in Wärmetechnik investiert hat, wird die Erfahrung gemacht haben, dass diese einen kürzer Lebenszyklus als 20 Jahre hat.
      Die verbaute Fußbodenheizung ist zudem wenig belastbar, was eine Nutzungseinschränkung in puncto Skulptur und Plastik zur Folge hat.
      Im übrigen deckt der Bundesbeitrag gerade die erhoffte Kostenersparnis, welche die erfolgte Investition bei weitem unterschreitet.
      Nachhaltige Bauweise meint eben Gebäude und Strukturen, die möglichst ohne Wartung ihre Funktion erfüllen und betrieben werden können, so dass nachfolgende Generationen davon profitieren - beim Bau von 1907 war dies der Fall.
      Mein Fazit: Gut gemeint aber schlecht gemacht - keine gute Aussichten für die Zukunft

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